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Titel:
Volksbegehren Sozialstaat Österreich: Kritik an Haupts Kinderpolitik
Utl.: Aussage, Kind stehe im Zentrum der Politik, geht völlig an Realität vorbei
Herr BM Mag. Haupt behauptet in einer Pressekonferenz zum UN-Tag des Kindes, die Bundesregierung habe das Kind ins Zentrum ihrer Politik gestellt. Stellt man dieser Behauptung die politische Realität gegenüber, so ergibt sich ein anderes Bild:
· Im schulischen Bereich werden die Bedingungen laufend verschlechtert - steigende Klassenschülerzahlen, Einschränkung jener "Rand-Bereiche" schulischer Aktivitäten, die für das soziale Lernen von besonderer Bedeutung sind etc.
· Die professionelle Vorschulpädagogik der Kindergärten wird durch disqualifizierende Äußerungen des Ministers über die Arbeit der Kindergärtnerinnen global verunglimpft und damit de facto in Frage gestellt.
· Die Integration behinderter Kinder wird durch Verschlechterung der Bedingungen im Schulbereich erschwert.
· Die Wiedereinführung der ärztlichen Anzeigepflicht bei Misshandlung und Missbrauch von Minderjährigen, die gegen den Rat aller Fachleute durchgesetzt wurde, verringert die Chancen der Kinder, kompetente und wirksame Hilfe zu erhalten.
"Wenn Herr BM Haupt auf diese `Kinderpolitik` stolz ist, dann fragen wir uns, ob er nicht doch besser in seinem ursprünglichen Beruf verblieben wäre. Denn von den Interessen der Kinder hat der Minister keine Ahnung!", so Ernst Berger, einer der Initiatoren des Volksbegehrens Sozialstaat Österreich.
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