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Plattform für den Erhalt des Jugendgerichtshofes ins Leben gerufen
Protestbriefe an Bundespräsident Klestil und Justizminister Böhmdorfer
Gegen die geplante Schließung des Wiener Jugendgerichtshofes protestiert nun eine breite Plattform. Die weltweit anerkannte und erfolgreiche Form des Jugendgerichtshofes soll zerstört werden, womit die Möglichkeit adäquat und kompetent auf die oft schwierige psychische und soziale Situation jugendlicher Rechtsbrecher einzugehen verringert wird.
Ausgehend von den InitiatorInnen des Volksbegehrens " Sozialstaat Österreich " wird die Plattform bereits von einer Reihe von Organisationen aus dem Jugendbereich, wie etwa dem Kinderschutzbund, der Caritas Wien und der Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie OÖ unterstützt. Auch prominente KünstlerInnen - unter anderem Adi Hirschal, Christine Nöstlinger, Otto Tausig - und PoltikerInnen, sowie eine Vielzahl von Einzelpersonen unterstützen den Erhalt des Wiener Jugendgerichtshofes.
Nachdem die Ankündigung ohne vorherige Kontaktnahme mit Expertinnen und Experten geschehen ist, fordert die Plattform ein Expertenhearing zur Qualität des Jugendgerichtshofes und zu den Konsequenzen, die sich aus seiner Zerschlagung ergeben würden. Darüberhinaus wird die Plattform den Herrn Bundespräsidenten ersuchen, sich in diese rechts- und sozialstaatliche höchst relevante Angelegenheit einzubringen.
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