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Gegen die Zerschlagung des Jugendgerichtshofes!
Eine Aktion der Plattform "Jugendgerichtshof"
Kurz nach bekannt werden des Vorhabens, den Jugendgerichtshof im 3. Bezirk zu zerschlagen, hat sich eine Plattform zum Erhalt des Jugendgerichtshofes gegründet, der mittlerweile mehr als 900 Einzelpersonen, Prominente und Organisationen aus dem Kinder- und Jugendbereich angehören. Die Plattform verweist auf die positiven Errungenschaften, die ein eigener JGH mit sich bringt und wehrt sich strikt gegen Zerschlagung und deren negativen Auswirkungen.
Der Jugendgerichtshof ist eine weit über Österreichs Grenzen anerkannte Institution, die in ganz Europa, ja weltweit Nachahmer gefunden hat und findet. Besonders der Weg der Wiener Jugendgerichtsbarkeit, die gesamte Strafgerichtsbarkeit über Jugendliche zusammen mit der Vormundschafts- und Pflegschaftsgerichtsbarkeit bei Erziehungsnotständen in einem Haus zu vereinen wird als positiv hervorgehoben.
Diese so genannte "rechtsstaatliche Anomalie" wurde bei der Gründung des Jugendgerichtshofes bewusst gewählt, um die Effizienz und Qualität der Verfahren zu garantieren und Entscheidungen zu fällen, die die gesamte soziale Situation der Jugendlichen in Betracht ziehen.
Durch eine Zersplitterung des Jugendgerichtshofes in einen landesgerichtlichen Teil, der beim Landesgericht für Strafsachen untergebracht wäre und eine Aufteilung der bezirksgerichtlichen Kompetenzen auf die zwölf Wiener Bezirksgerichte würde diese Vorteile abhanden kommen.
Finanzielle Vorteile durch personelle Einsparungen wären bestenfalls kurzfristig zu erreichen, denn eine schlechtere Behandlung jugendlicher Straftäter führt zu einem erhöhten Rückfallrisiko, woraus langfristig weit höhere finanzielle Aufwendungen für die Gesellschaft entstehen.
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