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Gewerkschaft unterstützt Volksbegehren
LINZ. Einstimmig für das Sozialstaat-Volksbegehren ausgesprochen hat sich die Landeskonferenz des Gewerkschaftsbundes (ÖGB). ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch konnte bei der Konferenz punkten wie schon lange nicht mehr.
"Es muss endlich Schluss sein mit der systematischen Demontage des Sozialstaates durch Aushungerung, höhere Selbstbehalte und Privatisierung", plädierte ÖGB-Landeschef Hubert Wipplinger von den Sozialdemokraten für das Sozialstaat-Volksbegehren. Kämpferisch auch die christlichen Gewerkschafter, deren Sprecher Paul Huber sich sogar auf den linken deutschen Sozialdemokraten Oskar Lafontaine berief. Der seit Monaten innergewerkschaftlich geschwächte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch erhielt für seine Rede außergewöhnlich starken Beifall, was Beobachter als Absage an Verzetnitsch-Konkurrenten interpretieren: "Die oberösterreichischen Betriebsräte wollen offenbar eine einige Gewerkschaft und keine Machtspiele."
Verzetnitsch punktete
Verzetnitsch beschäftigte sich überraschend deutlich mit den ÖGB-Reformproblemen. Die Fusion der Metaller- und Privatangestelltengewerkschaft sei ein wichtiger Schritt, doch müsse noch viel reformiert werden, um zu erreichen, dass es künftig pro Betrieb eine Gewerkschaft gibt. Derzeit sind in manchen Betrieben bis zu vier verschiedene Fachgewerkschaften zuständig. Hubert Wipplinger (Gewerkschaft Bau-Holz) wurde von 96,1 Prozent der 238 Delegierten zum Landesvorsitzenden wiedergewählt. Die weiteren Präsidiumsmitglieder: Paul Huber (Öffentlicher Dienst) 97,5 Prozent, Hedda Kainz (ÖGB-Frauen) 93,1 Prozent, Johann Kalliauer (Privatangestellte) 98,5 Prozent, Walter Schopf (Metall-Textil) 92,6 Prozent und Alfred Welischek (Eisenbahner) 98,5 Prozent. (gsto)
Quelle: OÖN
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