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Von Jochmann bis Dohnal: Kampf für mehr Solidarität
GRIESKIRCHEN. Die Arbeiterkammer würdigt Rosa Jochmann.
Am Montag eröffnet Johann Dohnal eine Ausstellung über die große Dame der österreichischen Sozialdemokratie und wirbt für das Sozialstaat-Volksbegehren.Die ehemalige Frauenministerin ist Mitinitiatorin des Volksbegehrens, das die Verankerung der sozialen Verantwortung des Staates in der Verfassung fordert: "Mehr Markt, mehr Privat, mehr Eigenvorsorge heißt nur Kürzungen von Leistungen, die Schwächung von sozialen Institutionen und eine Aushöhlung der Solidarität." Nur ein Sozialstaat biete individuelle Freiheit, Demokratie und Chancengleichheit, ist Dohnal überzeugt.
Am Montag thematisiert sie das Volksbegehren in der Arbeiterkammer (19.30 Uhr) und eröffnet gleichzeitig die Ausstellung zum 100. Geburtstag von Rosa Jochmann. Schon im Alter von 14 Jahren erlebte Jochmann die Bürde einer Nachtarbeiterin in einer Fabrik, wie ungerecht entlohnt und damit die Existenz gefährdet wurde. Sie engagierte sich daher in der Gewerkschaft und geht als eine der ersten Betriebsräte Österreichs in die Geschichte ein. Jochmann war in den dreißiger Jahren Mitstreiterin bei den illegalen Sozialisten und büßte das nach der Machtübernahme durch die Nazis. 1939 verhaftete die Gestapo die Politikerin und überstellte sie ins Frauenkonzentrationslager nach Ravensbrück.
Selbst unter schlimmen Repressalien und Demütigungen gab sie den Kampf für Menschlichkeit und Solidarität nicht auf. Von 1945 bis 1967 war Jochmann Nationalratsabgeordnete und wurde nie müde, gegen rassistisches, faschistisches und nationalsozialistisches Gedankengut zu kämpfen. (müf)
Quelle: OÖN
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