Sozialstaat Österreich - Volksbegehren  

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Das Ausrichten auf das Wahljahr beginnt

Gewählt wird erst im Jahr 2003, auch der Wahlkampf soll nicht früher beginnen, beschwören die oberösterreichischen Landesparteien. Doch mit Landessekretär Michael Strugl (VP) und Landesgeschäftsführer Reinhard Winterauer (SP) sind im Herbst zwei neue "Organisationsspitzen" ins Gleißner- bzw. Korefhaus eingezogen, die auch daran sind, ihre Parteiorganisationen schon auf ein möglichst schlagkräftiges Auftreten im 2003er-Jahr vorzubereiten. Und sowohl bei Schwarz als auch bei Rot bekommt besondere Bedeutung: Wir müssen näher an die Gemeindebürger rücken und uns vor allem dort gut schlagen.

Eine "Bilanz der ersten 100 Tage" als Landessekretär könne er schon präsentieren, sagt Strugl. Dabei sei es ihm vor allem darum gegangen, strukturell umzubauen - und auch frischen Wind vor allem durch JVP-Mitglieder in die Organisation zu bringen.
Umgestellt habe er auf mehrere "Säulen", eine der wichtigsten - siehe oben - Kommunalpolitik, als deren "Chef" und Kontaktmann zu den Gemeindegruppen der Innviertler JVPler Franz Augustin bestellt wurde, der als direkter Ansprechpartner für die Kommunalpolitiker gilt. Marketing und externe Kommunikation sind in einer Abteilung gestrafft, dazu wurde eine programmatische und "Wissensmanagement"-Abteilung installiert. Dass die Grundvorbereitungen für 2003 bald losgehen, bestätigt Strugl: Geplant sind ab 16. Jänner Bezirkskonferenzen, in denen es auch um die Grundstrategien gehen wird. "Politik in den Gemeinden wird unser Schwerpunkt sein", sagt Strugl jedenfalls schon.

Das erste Vierteljahr wird meine Hauptaufgabe die interne Organisation sein", lautet der Ausblick des SP-Landesgeschäftsführers und früheren (bis November) Bürgermeisters von Bad Goisern. Als "g'standener Kommunalpolitiker" meint er, dass neue Wählerklientel "vor allem in den Orten gewonnen" werden kann. Zuerst müsse aber parteiintern einiges umgestaltet werden, was "nicht mehr zur Zeit passt".
Damit meint Winterauer, dass nicht mehr alles über die "klassischen" Teilorganisationen laufen soll, zumindest in der Zentrale. Jungwähler zu mobilisieren wurde zur Achillesferse der SP. Jetzt gebe es mit Markus Eidenberger einen eigenen Jugendbeauftragten, der die Bedürfnisse der Jugendlichen ausloten und für programmatische Arbeit nutzen soll.

"Bildung, Lehrlinge werden aber sicher Themen bleiben", so Winterauer. Dazu soll es "Stabsstellen" geben, die Grundgedanken sind nicht unähnlich denen der VP: interne Kommunikation, Kommunikation nach außen, Strategien und Themen. Sicher werde die Landes-SP das Sozialstaat-Volksbegehren im Frühjahr unterstützen. Bemühen müsse sich die Partei aber auch, ihre angestammte Klientel bei der Stange zu halten: vor allem - und dabei wird's wohl die meisten Seitenhiebe auf die Bundespolitik geben - Pensionisten, Kleinverdiener, "wer unter Belastungen leidet".

Von Wahlkampfvorbereitungen wollen die Parteistrategen also noch nicht reden. Aber darauf eingestimmt, dass es losgehen kann, werden die Landesgruppen schon. (bock)

Quelle: OÖN


04.01.02