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Verluste bei den Arbeitern könnten Kurswechsel der SP nötig machen

WIEN. Mit der Konferenz "Für einen sozialen Kurswechsel" startet die SP ins neue Jahr. Eine aktuelle Studie ergibt, dass die SP junge Arbeiter an die FP verliert.

Bei der SP-Tagung, die Donnerstag beginnt, stehen zwei Themen im Vordergrund: Beschäftigungspolitik und die Reform des Gesundheitswesens. SP-Chef Alfred Gusenbauer wird die Veranstaltung mit einem Referat ("Für einen sozialen Kurswechsel") einleiten:

Die Notwendigkeit für die SP, selbst den Kurs zu wechseln, lässt sich aus einer internen Studie herauslesen, die beim Meinungsforschungsinstitut SORA in Auftrag gegeben wurde. Der SP sei im zweiten Halbjahr 2001 fast ein Drittel der Sympathisanten aus der Arbeiterschaft abhanden gekommen, geht aus dem Papier hervor. Im April 2001 sollen demnach noch 50 Prozent der vor allem jungen Arbeiter angegeben haben, der SP nahe zu stehen, im Oktober 2001 waren es nur mehr 19 Prozent. Als Ursache nennen die Studienautoren: "Junge Arbeiter wählen die FP derzeit wieder aus oppositionellen Motiven."

Verloren hat die SP auch bei jungen Angestellten und öffentlich Bediensteten. Bei Pensionisten und Studenten konnte sie Zuwächse verzeichnen. Weiteres Studienergebnis: Die ÖGB-Urabstimmung erwies sich 2001 als wichtigster Mobilisierungsfaktor für die SP, ähnliches wird dem Sozialstaatsvolksbegehren prognostiziert. Interessantes Detail: 55 Prozent der FP-Wähler wollen das Sozialstaatsvolksbegehren unterschreiben.

Der frühere Innenminister und Freund Gusenbauers, Karl Schlögl plädierte dafür, dass sich die SP zur FP öffnet.

Quelle: OÖN


07.01.02