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SPÖ laufen die Arbeiter weg
Die SPÖ hat im vergangenen Halbjahr zahlreiche junge Arbeiter als mögliche Wähler verloren - eine Sozialkonferenz soll jetzt helfen.
WIEN (TT, APA). Es waren keine guten Nachrichten, die das SPÖ-Präsidium Ende Dezember vom SORA-Institut zu hören bekam: Der SPÖ sei im zweiten Halbjahr 2001 fast ein Drittel der Sympathisanten aus der Arbeiterschaft abhanden gekommen. Vor allem junge Bluecollar-Workers laufen der SPÖ offenbar in Scharen davon: Standen im April 2001 fünfzig Prozent von ihnen der SPÖ nahe, waren es im Oktober 2001 nur mehr 19 Prozent. Ursache: "Junge ArbeiterInnen wählen die FPÖ derzeit wieder aus oppositionellen Motiven."
Als mögliche Mobilisierungsmöglichkeit für die SPÖ sehen die Studienautoren von SORA das so genannte Sozialstaatsvolksbegehren, das schon eingeleitet wurde. Die SPÖ sucht indes ihr Glück am Ende der Woche in einer Sozialkonferenz: Eröffnet wird die Tagung am Donnerstag natürlich von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer. Titel seines Referats: "Für einen sozialen Kurswechsel." Zu Wort kommen wird u. a. am zweiten Tag auch Franz Bittner, der Obmann der defizitärem Wiener Gebietskrankenkasse.
Quelle: Tiroler Tageszeitung
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