Sozialstaat Österreich - Volksbegehren  

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Sozialstaat Österreich

Im Oktober 2001 schrieb Herr Dr. Werner Vogt in der "Krone" einen Artikel über das Volksbegehren "Sozialstaat Österreich". Ein Satz darin hat mich gestört, nämlich: "Kein in Österreich lebender Mensch darf von den Sozialstaatseinrichtungen ausgeschlossen werden."

Ich habe den Sozialstaat immer als Solidaritätsgemeinschaft verstanden, wer zuerst seine finanziellen Pflichten erfüllt, der kann nachher finanzielle Rechte einfordern. Aber vielleicht ist dies naiv und überholt?

Dazu ein Beispiel aus Berlin: Im Bezirk Neukölln gibt es 60.000 (sechzigtausend) Sozialhilfeempfänger, viele davon schon in der zweiten Generation und manche in der dritten! Das geht ganz einfach. Nach der Schule bemühen sich die Kinder erst gar nicht um eine Berufsausbildung, mit 18 wird geheiratet, einige Kinder kommen, und schon hat man das Recht auf Sozialhilfe. Diese reicht von 1000 bis 1500 Euro (13.760 bis 20.600 Schilling), E-Herd, Waschmaschine, Geschirrspüler und sogar Fernseher sind gratis. Von der Wiege bis zur Bahre Sozialhilfeempfänger, ist doch ein schöner Beruf, oder? Da verwundert es nicht, dass die Stadt Berlin Schulden in der Höhe von 38 Milliarden Euro (522 Milliarden Schilling) hat.

Werner Neidhart, Wolfsberg

Quelle: Neue Kronen-Zeitung


29.03.02