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Schlagabtausch um die atypisch Beschäftigten

Während Martin Bartenstein mit der Situation atypisch Beschäftigter zufrieden ist, ortet Fritz Dinkhauser "dringenden Handlungsbedarf".

INNSBRUCK (TT). "Die Mehrheit der atypisch Beschäftigen ist zufrieden, nur 5% wirklich unzufrieden", verwies Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein kürzlich auf Ergebnisse einer aktuellen Studie.

AK-Präsident Fritz Dinkhauser sieht bei atypisch Beschäftigten hingegen dringenden Handlungsbedarf: "Statt eine schöne, neue und flexible Arbeitswelt vorzugaukeln ist die Regierung gefordert, für eine bessere soziale Absicherung dieser Arbeitnehmer zu sorgen." Ansonsten sei atypische Beschäftigung "nur Sklavenarbeit und ein Armutszeugnis für unseren Sozialstaat", meinte Dinkhauser und verwies auf eine aktuelle Studie, wonach bundesweit 37% dieser Beschäftigten monatlich unter 625 Euro verdiene.

Es bestehe die Gefahr, "dass immer mehr Arbeitnehmer in atypische Beschäftigungsformen abgedrängt werden, weil Unternehmer versuchen, aus arbeits- und sozialrechtlichen Dienstverhältnissen auszubrechen und in für sie billigere und flexiblere Joblösungen auszuweich- en", so der AK-Präsident

Vor allem Tirol sei von den "Mac-Jobs" überdurchschnittlich betroffen. Dinkhauser: "Fast 35.000 Personen sind bereits geringfügig beschäftigt, dazu kommen noch 5500 freie Dienstnehmer und 2900 neue Selbstständige."

Quelle: Tiroler Tageszeitung


30.03.02