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Wir lassen uns den Sozialstaat nicht niederreißen
Aktivisten errichteten "soziale Mauer" Unter dem Motto "Wir lassen uns den Sozialstaat nicht niederreißen" startete der ÖGB eine Aktion am Gmünder Stadtplatz. Aus Mauerblöcken wurde eine "soziale Mauer" errichtet. Gemeinsam mit der Ex-Ministerin Johanna Dohnal und Betriebspastor Karl Immervoll, sowie Bürgermeister Otto Opelka wurde für das "Sozialstaat Österreich Volksbegehren" geworben.
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AK-Präsident Dinkhauser gegen "neue Sklavenarbeit"
Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse - "Ein Armutszeugnis für den Sozialstaat"
"Dringenden Handlungsbedarf" ortet Tirols AK-Chef Fritz Dinkhauser bei den atypischen Beschäftigungsformen. Statt eine schöne und flexible Arbeitswelt vorzugaukeln sei die Regierung gefordert, für eine bessere soziale Absicherung dieser Gruppe der Arbeitnehmer zu sorgen. Ansonsten sei atypische Beschäftigung "nur Sklavenarbeit und ein Armutszeugnis für unseren Sozialstaat", so Dinkhauser am Freitag.
Der Tiroler AK-Präsident bezog sich auf neue Untersuchungen, wonach bundesweit mehr als ein Drittel dieser Beschäftigten monatlich unter 625 Euro verdiene. Es bestehe die Gefahr, dass immer mehr Arbeitnehmer in atypische Beschäftigungsformen abgedrängt würden, weil Unternehmer versuchten, aus arbeits- und sozialrechtlichen Dienstverhältnissen auszubrechen und in für sie billigere und flexiblere Joblösungen auszuweichen.
TIROLER MAC-JOBS Vor allem Tirol sei von den "Mac-Jobs" überdurchschnittlich betroffen. Fast 35.000 Personen seien bereits geringfügig beschäftigt, dazu kämen noch 5500 freie Dienstnehmer und 2900 so genannte neue Selbstständige. Sieben Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse in Tirol gelten demnach als geringfügig. Das sei der dritthöchste Bundesländeranteil. Drei Viertel davon seien Frauen. Außerdem nehme die geringfügige Beschäftigung im Alter zu. Jeder zweite über 59-jährige Tiroler Arbeitnehmer sei nur noch geringfügig beschäftigt.
Wenn man wisse, dass in Tirol bei den Standardbeschäftigten die drittniedrigsten Löhne bezahlt werden, könne man sich vorstellen, mit wie wenig Geld geringfügig Beschäftige auskommen müssten, so Dinkhauser.
Quelle:
Kurier
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