Sozialstaat Österreich - Volksbegehren  

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7000 Unterschriften für Sozialstaat-Volksbegehren

Österreichweite Zufriedenheit mit "Ländle"

Bregenz (VN-rom) Heute und morgen besteht noch die Gelegenheit, das Sozialstaat-Volksbegehren zu unterschreiben.

Bisher haben das 7000 Vorarlberger gemacht - nicht einmal die Hälfte jener, die das Volksbegehren gegen Temelin unterschrieben haben. Österreichweit sind die Initiatoren mit dem Vorarlberger Trend zufrieden. In manchen Gemeinden läuft das Volksbegehren sehr gut, in anderen, vor allem kleineren, weniger bis gar nicht. Den - wenn man so will - Negativrekord hält Lustenau. Während für das Temelin-Volksbegehren 1416 Bürger mobilisiert werden konnten, unterschrieben bis gestern nur etwa 240 für den Sozialstaat. Ähnlich in Lech: Gerade zwei Unterschriften stehen 85 für Temelin gegenüber.

Etwa 560 Feldkircher und 580 Bregenzer unterstützten bisher das laufende Begehren. Zum Vergleich: Temelin erhielt in der Montfortstadt 1175 Unterschriften, in Bregenz 867. Bludenz zeigt ein anderes Gesicht. 496 Erklärungen für Temelin stehen bisher knapp über 500 für den Sozialstaat gegenüber. Dornbirn zählte für Temelin 1882 Unterstützungen, für das laufende Begehren rund 800. In mehreren kleinen Gemeinden des Landes hat es noch keine einzige Unterschrift gegeben. Der ÖGB koordiniert in Vorarlberg für die Initiatoren das Volksbegehren. Landessekretärin Manuela Auer stellte gestern nüchtern fest, dass es nicht gelungen sei, so zu emotionalisieren wie bei Temelin. "Es hat aber auch weniger mediale Unterstützung gegeben", sagt sie. Und bei den Gemeindeämtern sei oft kein Hinweis zu finden, wo das Volksbegehren unterschrieben werden könne.

Während die Initiatoren mit dem Zulauf in den Bundesländern zufrieden waren, erwies sich Wien als Krisenherd. Dort wurde gestern noch einmal ordentlich die Werbetrommel gerührt.

Mit Suppe warben Peter Pilz (l.) und Kabarettist Josef Hader für das Volksbegehren. (Foto: APA/Artinger)

Quelle: Vorarlberger Nachrichten


09.04.02