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"Der Mensch rechnet sich immer"
Volksbegehren
Mit eindrucksvollen Worten hat gestern Innsbrucks Diözesanbischof Alois Kothgasser erklärt, weshalb er das Volksbegehren "Sozialstaat Österreich" unterschreibt: "Weil sich der Mensch immer rechnet." Kothgasser sei geschockt, wie sehr der Mensch zum Kostenfaktor und damit der Sozialstaat verkomme...
Das Volksbegehren kann nur noch heute(!) unterschrieben werden.
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Zur KTZ-Serie "Volksbegehren"
Der KTZ-Serie zum Thema "Volksbegehren Sozialstaat Österreich" habe ich entnommen, dass es scheinbar mehrere Mütter gibt, die seit Monaten auf das Familien- bzw. Kindergeld warten. Auch ich bin seit Februar geldlos und muss schauen, wie ich den Minusstand meines Kontos so gering wie möglich halte! Man wird es nicht für möglich halten, aber auch Mütter haben Fixkosten, die zu begleichen sind.
Im Jänner habe ich den verspäteten Eingang noch auf die Euro-Umstellung geschoben. Hätte mich im Februar nicht meine Nachbarin darauf aufmerksam gemacht, dass ich einen neuen Antrag an die Landesregierung stellen muss, hätte ich mich wohl noch einige Zeit damit abgefunden, keinen Eingang auf meinem Konto zu sehen. Denn kein Mensch hat mir gesagt, dass der Antrag auf Kindergeld jährlich gestellt werden muss!
Jetzt haben wir Anfang April, und kein einziger Euro hat sich auf meinem Konto breit gemacht. 436,04 Euro sind zwar kein Vermögen, aber wenn man sie nicht hat, fehlen sie!
Vielleicht sollte ein Politiker einmal versuchen, mit diesem Geld einen Monat über die Runden zu kommen! Der würde wohl nach kürzester Zeit am Hungertuch nagen oder Sozialhilfe beantragen!!!
Aber das ist ja weiter nicht schlimm - schließlich sind wir Mütter ja darauf spezialisiert, mit solchen "Kleinigkeiten" fertig zu werden. Wir haben ja eh nichts zu tun!
Ines Schator, Maria Rain
Quelle:
Neue Kärntner Tageszeitung
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