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Thomas Prinzhorn kündigt seinen Abschied aus der Politik an

Der 2.Nationalratspräsident und frühere FP-Spitzenkandidat will nicht mehr antreten

Der Zweite Nationalratspräsident und Wirtschaftssprecher der FPÖ, Thomas Prinzhorn, will 2003 der Politik den Rücken kehren. Wie profil berichtet, werde Prinzhorn bei der nächsten Nationalratswahl nicht mehr kandidieren. "Mit 60 werde ich an etwas anderes denken als an eine Kandidatur. Wenn gewünscht, werde ich noch ein paar gute Ratschläge mit auf die Reise geben und das wird es dann gewesen sein."

Zuvor verlangt der ehemalige Spitzenkandidat der FPÖ aber noch tief greifende Reformen in Österreich. Prinzhorn kritisiert dabei die Bundesländer, vor allem Wien und Niederösterreich. Prinzhorn: "Da wird eine Politik der Ewiggestrigen gepflegt, wo nach Belieben Gebühren erhöht werden. Das ist unmöglich, die Länder sollen endlich zu echten Reformen kommen und sich ein Beispiel am Bund nehmen."

Auch eine Reform des Sozialstaats sei notwendig. "Wir müssen die soziale Treffsicherheit erhöhen. Es gibt ja auch genügend Leute, die dem System nur auf der Tasche liegen, ohne es für sie rechtfertigen zu können."

ZERWÜRFNIS Der heute 59-Jährige war erstmals 1995 für die FPÖ in den Nationalrat eingezogen und bekleidete die Funktion des Wirtschaftssprechers. 1998 legte er nach einem Zerwürfnis mit Jörg Haider - der Papierindustrielle hatte dem damaligen FPÖ-Chef Führungsschwäche vorgeworfen - alle Funktionen zurück. 1999 feierte er ein Comeback - als Co-Spitzenkandidat Haiders bei der Nationalratswahl.

Prinzhorns Einzug in die Regierung scheiterte aber an der Weigerung von Bundespräsident Klestil, den der FP-Politiker im Wahlkampf rüde attackiert hatte.

Quelle: Kurier


14.04.02