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Jugendwohlfahrt sicherstellen
Die Jugendwohlfahrt sichert die Entwicklung jener Kinder und Jugendlichen, bei denen familiäre Strukturen versagen. In den letzten Jahren ist ein System entstanden, das materielle und psychosoziale Hilfe ins Zentrum rückte.
Diese Entwicklung wird aber derzeit in Frage gestellt: Störungen familiärer Strukturen werden als selbstverschuldete Notlage verstanden und der individuellen Lösung überlassen. Die Rolle staatlicher Einrichtungen wird als ordnungspolitische Aufgabe (law and order) verstanden - Hilfe tritt gegenüber Kontrolle und Strafe in den Hintergrund.
Zur Sicherung und zum Ausbau des Leistungsniveaus der Jugendwohlfahrt sind hingegen folgende Schritte notwendig: Sicherung der materiellen Lebensgrundlagen von Familien, Stützung von Familien durch flächendeckende Betreuungsangebote für Kinder ab der Geburt, Sicherung familienfreundlicher Arbeitszeiten, bundeseinheitliche Jugendschutzbestimmungen und kostenlose Beratungs- sowie Therapieangebote für Kinder und Eltern in schwierigen Situationen (Mediation, Psychotherapie auf Krankenschein). Zur Qualitätssicherung werden dringend mehr gut ausgebildete Fachkräfte benötigt! Ein Rechtsanspruch auf Supervision, Fortbildung und Bildungsfreistellung sollte selbstverständlich sein.
Elisabeth Paschinger,
Mitinitiatorin des Volksbegehrens "Sozialstaat Österreich"
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von Elisabeth Paschinger |
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